Im Jahr 2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen eine eigene Behindertenrechtskonvention. Deutschland gehörte vor 18 Jahren zu den ersten Unterzeichnern. Der Deutschlandfunk hat aktuell ein Podcast eingestellt, in dem Ihr alles dazu hören könnt.
Die UN-BRK ist eine Konkretisierung der allgemeinen Menschenrechte bezogen auf die Situation von Menschen mit Behinderung. Sie wurde erarbeitet und verabschiedet auf Grund der Erfahrung, dass diese Bevölkerungsgruppe weltweit bislang nicht ausreichend vor Diskriminierung und Ausgrenzung geschützt ist. Die UN-BRK definiert, was die Unterzeichnerstaaten gewährleisten müssen, damit ihre Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte kommen. Eine der zentralen Forderungen ist dabei die Umsetzung von Inklusion in allen Lebensbereichen. Somit ist durch die Konvention verbrieft, dass Inklusion ein Menschenrecht ist.
Besondere Bedeutung hat der Behinderungsbegriff, der der UN-BRK zugrunde liegt: Er zielt nicht auf die Beeinträchtigung der einzelnen Person, sondern sieht die Ursache von Behinderungen in den Barrieren, die die Lebenswelt einer Person begrenzen. Barrieren können niedergerissen oder überwunden werden, und damit ist Behinderung etwas Veränderliches.
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