Wenn das erste Mal im Internet passiert
Digitale Medien sind für junge Menschen heute selbstverständlicher Teil ihres Alltags – auch wenn es um Nähe, Begehren und das „erste Mal“ geht. Oft beginnt sexuelles Lernen und Erleben nicht im Klassenzimmer oder analog, sondern online: über WhatsApp, Snapchat, Social Media oder Pornos. Das gilt insbesondere für Jugendliche, die in analogen Räumen auf Barrieren stoßen oder ausgeschlossen werden. Diese Verschiebung ins Digitale wirft Fragen auf, verunsichert – und bietet gleichzeitig Chancen.
Auf Grundlage ihres Buches „Aufgeklärt statt aufgeregt“ ordnet die Sexualpädagogin und Kulturwissenschaftlerin Madita Oeming in diesem Vortrag ein, was unter digitaler Jugendsexualität zu verstehen ist, welche Mythen und Sorgen unter Erwachsene kursieren – und was junge Menschen wirklich brauchen: Orientierung, Dialog und Vertrauen. Neben aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung gibt es rechtliche Einordnungen und praktische, technische Tipps. Die Veranstaltung soll Berührungsängste nehmen und den Raum für Austausch über schambesetzte Themen öffnen.
Der Vortrag findet von 19 – 20:30 Uhr statt.
Anmeldung unter: annett.wegener@asbh-hamburg.de