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Im Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion (SIMI) in Alsterdorf bei Hamburg gibt es neuerdings auch ein zahnmedizinisches Angebot

An drei Vormittagen pro Woche werden Patientinnen und Patienten mit komplexen Behinderungen hier von der Zahnärztin Dr. Dominique Wolf behandelt. In dem neu eingerichteten Behandlungszimmer gibt es dafür einen barrierefreien Behandlungsstuhl. Damit können Patientinnen und Patienten während der Behandlung in ihrem Rollstuhl sitzen bleiben, der durch eine spezielle Vorrichtung in Schräglage gebracht wird. Diese Technik kommt außer im SIMI bislang deutschlandweit nur in zwei weiteren Zahnarztpraxen zum Einsatz.

Das SIMI schließt damit eine Versorgungslücke. Denn für Menschen mit komplexen Behinderungen ist es äußerst schwierig, eine gute zahnmedizinische Versorgung zu bekommen. Es fehlt an entsprechenden spezialisierten Einrichtungen, die sowohl die räumlichen wie auch die technischen Voraussetzungen bieten – etwa für besonders breite Rollstühle. Außerdem fehlt es den Behandelnden oft an den nötigen Fachkenntnissen und an der Zeit, sich auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten einzustellen. Im SIMI ist all das vorhanden.

In der Vergangenheit war in den anderen Sprechstunden des SIMI immer wieder aufgefallen, dass viele der dort behandelten Patient*innen auch einen zahnmedizinischen Behandlungsbedarf hätten. Weil sich für sie keine passende Praxis in Hamburg fand, hat das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf diese Versorgungslücke nun geschlossen. Für die Menschen, die jetzt dort behandelt werden, ist es häufig die erste zahnärztliche Behandlung seit Jahren oder sogar Jahrzehnten.

Möglich wurde das zahnärztliche Angebot durch Spenden und entsprechende Verhandlungen mit den Krankenkassen. Um den Behandlungsraum jedoch weiter auszustatten und vor allem, um einen OP-Raum zahnärztlich so einzurichten, das dort auch zahnärztliche Eingriffe in Narkose stattfinden können, werden weitere Spenden benötigt.

Das SIMI-Angebot richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten, die aufgrund von Art, Schwere oder Komplexität ihrer Behinderung auf eine spezialisierte ambulante Versorgung angewiesen sind. Im Vorfeld der Behandlung erfolgt ein ausführliches Vorgespräch zur Klärung der Notwendigkeit einer SIMI-Behandlung. Es muss eine Überweisung von einem Zahnarzt, Haus- oder Facharzt vorliegen.

Kontakt zum SIMI finden Sie: hier…

Veröffentlich: 19.09.2025
Zuletzt bearbeitet: 19.09.2025
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